Liebe ZuschauerInnen

Liebe Freunde

 

Heute schreibt Herr Meyer-Arlt in der Hannoverschen Allgemeinen, dass das Land sich in den Ruhemodus begibt. Alle öffentlichen Einrichtungen werden geschlossen, die staatlichen Theater stellen den Spielbetrieb ein, genauso wie alle Sportligen und vieles mehr.

 

„Eine unheimliche Ruhe beginnt sich über das Land zu legen. Wer tatsächlich noch ein Konzert, einen Kabarettabend, eine Lesung anbietet, muss damit rechnen, dass das Publikum wegbleibt. Und dass ihm Misstrauen entgegenschlägt. Denn wer Menschen auf engem Raum zusammenbringt, hat wohl noch nicht verstanden, wie ernst die Situation ist….

…wie lächerlich wäre es auch, weiterhin zu spielen, zu tanzen, zu performen, wenn Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten ihren Betrieb längst eingestellt haben.“            … Weil das Publikum jetzt problematisch wird, ist Corona für Sänger, Musiker, Schauspieler, Vortragskünstler aller Art ein besonderes Problem. Für viele ein existenzielles. Denn ohne Publikum haben Künstler keine Einnahmen. Im hochsubventionierten Kulturbetrieb trifft es nicht alle gleich hart, Künstler im Angestelltenverhältnis haben weniger Probleme, für freischaffende Künstler, die ohnehin oft in prekären finanziellen Verhältnissen leben, dagegen geht es um die Existenz.

.. Was tun? Politiker versichern, dass sie alles unternehmen werden, um der Krise, die auch eine ökonomische Krise ist, zu begegnen. Und dass Deutschland gut aufgestellt ist. Dass genug Geld da sei für Konjunkturprogramme aller Art. Im Internet wird praktische Hilfe für Künstler angeregt – so sollen Zuschauer bei Absage von Veranstaltungen darauf verzichten, sich das Eintrittsgeld erstatten zu lassen. Das ist gut gemeint, hilft aber nur ein einziges Mal. Angemessen und notwendig wären stattliche Hilfen für freischaffende Künstler, die unter der Corona-Krise besonders leiden.“

 Ronald Meyer-Arlt  HAZ 14.3.20

 

Das THEATER in der LIST wird ab sofort auch alle geplanten Vorstellungen bis auf weiteres ausfallen lassen, verbunden mit der Hoffnung, das die Politiker der Stadt Hannover uns und allen anderen FREIEN THEATERN der Stadt finanzielle Hilfen zukommen lassen.

 

Willi Schlüter

 

Künstlerischer Leiter