JEDEN 2. SONNTAG im Monat uM 16.00 Uhr im THEATERFOYER …

 … präsentieren sich Musiker, Schauspieler, Poeten und Geschichtenerzähler...

  ...mit Texten, Gedichten, Liedern und Musik. 

     Eintritt: 12,00 €, Ermäßigung: 9,00 € Studenten,Schüler,Schwerbehinderte

    1,- € Ermäßigung für Inhaber einer ABO-PLUS Karte der HAZ/NP

     Inhaber des HannoverAktivPass haben freien Eintritt.

      Die Theater-Bar ist ab 15.00 Uhr geöffnet.

     Wir bieten zu den Lesungen neben  unserem normalen 

     Getränkeangebot auch Kaffee,Tee und Kuchen an. 


18. August 2019, 16.00 Uhr 

Else Lasker-Schüler                                                                                                                                   "Es pocht eine Sehnsucht an die Welt.

Eine musikalisch-literarische Hommage an eine deutsch-jüdische Dichterin 

Im Mittelpunkt steht das literarisches Werk der deutschen Jüdin Else Lasker-Schüler, geb. 1869 in Wuppertal-Elberfeld. Von Kind auf, bis zur Naziherrschaft und zum Zweiten Weltkrieg lebte sie in Deutschland, dann im Exil in der Schweiz und in Palästina. Else Lasker-Schüler war zeitweise verarmt, aktiv in der Berliner Künstler- und Bohemienszene, war befreundet u. a. mit Franz Marc, Georg Trakl und Gottfried Benn. Oft trat sie exzentrisch auf, nannte sich selbst „Yussuf von Theben“. Karl Kraus war für sie der „Dalai Lama“. Sie malte auch wunderbare Bilder, schrieb ergreifende, provokante und persönlich berührende Gedichte und Prosa. Ihre Dramen, u. a. „Die Wupper“, waren kaum erfolgreich. In Palästina stirbt sie 1945 und liegt am Ölberg in Jerusalem begraben.

Eine großartige, in Deutschland noch viel zu wenig bekannte Dichterin und Malerin.

 

Lesung : Harrie Müller-Rothgenger                                   Querflöte:Marianne Schön     Flügel:Marcus Altmann


Sonntag 8.September 2019 um 16:00 Uhr  

Eric-Emmanuel Schmitt

Mein Leben mit Mozart

In Mein Leben mit Mozart zeigt sich Eric-Emmanuel Schmitt dankbar. Für die Musik, für Mozarts Werk. Denn Musik kann heilen und versöhnen - mit der Welt, anderen und vor allem sich selbst. Dafür stehen diese fiktiven Briefe, adressiert an Mozart, in denen der Verfasser aus seinem Leben erzählt, von seinen Sorgen, Ängsten und Verletzungen und Mozart dankt, dass er ihm beisteht, wann immer er am Leben zu zerbrechen droht. Und wahrlich, Mozart antwortet. Nicht immer und auch nicht wirklich, sondern durch seine Musik, die immer im passenden Moment Schmitts Leben kreuzt und ihn rettet, heilt und versöhnt. Doch Schmitt überrascht immer wieder mit tiefsten und wahrsten Gedanken inmitten der Einfachheit. Seine Geschichten sind nie komplex oder pompös. Eher still und unspektakulär. Doch irgendwo dazwischen stecken immer wieder wundervolle Gedanken über das Leben und den Lauf der Dinge.

Lesung: Willi Schlüter                             Am Flügel:Claudia Rinaldi


 - Nachtlesung -

Freitag 13. September 2019 um 22:00 Uhr  

„Vom Zustand der Welt um 4 Uhr 35“

 

Prosatexte und Essays von Christine Kappe

mit Musik von Corinna Eikmeier

Träumend und nachdenkend durchwanderte ich einige Jahre die Stadt. Vor allem nachts zeigte sie ihr wahres Gesicht, wenn Lärm und Glanz verschwunden waren und den Blick auf das Wesentliche freigaben. Die Traumwelt schien nicht bizarrer als die Realität. Und die Realität - war sie nicht bloß eine Attrappe? Erst nachdem ich die Textsammlung fertiggestellt hatte, fielen mir die 'Nachtwachen' von 'Bonaventura' wieder ein. Zu seiner Zeit, 1804, wurden Lichter angezündet. Heute gehen die Lichter gar nicht mehr aus, es werden Zeitungen verteilt, manchmal stolpert man über einen Toten... 

„[...] Christine Kappe bewegt sich mit einem wachen Blick im Zentrum der Städte wie an deren Rändern [...]; aber ihre Beobachtungen sind nicht beliebig wie die eines interesselosen Flaneurs, sie bleibt vielmehr inmitten der urbanen Szenerie [...] und für das, was sich vor dem Fenster abspielt.“ (Hans Georg Bulla in Berichte aus der Werkstatt) 

„[...]Besonders beeindruckend war das Spiel von Corinna Eikmeier, die mit größter Expressivität ihrem Instrument die verschiedensten Klangfarben entlockte.“ (Annkatrin Babbe in der NWZ Online)

Christine Kappe  li

Corinna Eikmeier re


Sonntag 13. Oktober 2019 um 16.00 Uhr

„Lichter der Großstadt“

Lyriklesung mit Christine Kappe,

Musik von Corinna Eikmeier

 

Christine Kappe liest aus ihrem bereits vergriffenen, bibliophilen Gedichtband „Wie kann das sein“, 2013 erschienen in der San Marco Handpresse Bordenau. Aber auch aktuelle Zyklen, die vom Leben in einer Großstadt erzählen, kommen zu Gehör.

Corinna Eikmeier spürt mit ihrem Cello gewöhnliche und ungewöhnliche Orte einer urbanen Szenerie auf.            Als der Balkon in den Hinterhof stürzte

"...Mein Chef bat mich heute, noch solange zu bleiben, bis ein Schuldner dagewesen war, der 1 Millionen Euro in bar vorbeibringen wollte. „Nicht dass er mich umlegt“, scherzte er. Ich sagte gerade laut: „Der wäre ja auch blöd, wenn er keine Waffe dabei hätte“, als selbiger schon zur Tür hereinkam.Just in dem Moment brach der Balkon unseres Büros ab und stürzte in den Hinterhof. Mein Gott, wenn ich mir überlege, wie oft ich da in der Mittagspause draufgestanden und telefoniert hab, z.B. mit dir.
Als sich der Staub legte, sahen wir die Sonne spinnenwebengleich in den Spitzen der Bäume hängen. Weiter unten war es schon Nacht. (Christine Kappe)


Sonntag 10. November 2019 16:00 Uhr

Die neuen Zeitalter

Ein Bertolt-Brecht-Abend mit Gitarre

mit  Alix Dudel und Sebastian Albert 

Wer Alix Dudel kennt, der weiß, was ihn erwartet: eine große Frau, deren Präsenz und Ausstrahlung vom ersten Moment an fasziniert, ein samtweiches tiefes Timbre in der Stimme und eine gute Portion Humor, den ihr der Dichter Friedhelm Kändler immer wieder auf den Leib und zwischen die Texte schrieb. Seit vielen Jahren ist sie für Kenner die „Grande Dame des Deutschen Chansons“, die stilvoll das Gestern der 1920er Jahre mit der Kuriosität der Worte von Friedhelm Kändler verbindet. Unterstützt von Piano oder Orchester singt, spielt und spricht sie von Leben, Liebe und Lastern. Vor drei Jahren überrascht sie ihr Publikum mit neuen Tönen: der Auftrag ein Mascha-Kaléko-Programm zu erarbeiten, das Vertonungen für klassische Gitarre beinhaltete, ließ sie auf Sebastian Albert treffen - einen begnadeten Saitenkünstler aus Hamburg. Die Dramaturgie des Programms „Konsequenz des Herzens“, das Zusammenspiel der beiden Künstler, die fein abgemischte Melange aus Stimme, Klang und Wort öffnete Ohren und Herzen, so dass die eigentliche Künstlerin - die Dichterin Mascha Kaléko - lebendig werden konnte. Alix Dudel und Sebastian Albert empfanden dieses Programm als Auftakt und begaben sich auf die Suche nach einem anderen Thema. Warum Bertolt Brecht? Bertolt Brecht war ein Genie, seine Gnadenlosigkeit, seine Klarheit, seine Unverfrorenheit, sein Anspruch, seine Wortwahl, seine Treffsicherheit. Legendär seine „Dreigroschenoper“, die Lehrstücke, sein episches Theater, seine Misuk. Und abseits der so oft und immer wieder auf das herrlichste oder entsetzlichste dargebotenen Lieder und Couplets gibt es unendlich viel zu entdecken im Repertoire dieses unermüdlichen Beobachters. Das, was Alix Dudel und Sebastian Albert ausgewählt haben und präsentieren, ist eine Hommage an und eine eigenwillige Collage aus Worten und Liedern des Meisters. Man darf sich freuen auf geniale Vertonungen von Hanns Eisler, Paul Dessau oder Kurt Weill, die Sebastian Albert für die Gitarre eingerichtet hat, auf Worte, die den großen Denker Bertolt Brecht sichtbar werden lassen und auf zwei Künstler, die mit diesem Programm eine eigene Geschichte erzählen. Berlin, August 2014


Mittwoch 13. November 2019 um 20.00 Uhr

„Rahling“

Krimilesung mit Musik

aus dem Klappentext:

Was wäre wenn... eine schöne Frau ermordet wird und im Sterben noch das Wort „Rahling“ sagt, das niemand kennt? Müsste man nicht verrückt werden? Und wie müsste derjenige Mensch beschaffen sein, der nicht daran verrückt würde?

 

„[...] Im Buch ist Rahling zunächst eine falsch geschriebene Adresse, dann der Name einer norwegischen Insel. Christine Kappe [...] ist es gewohnt, die Bedeutung von Wörtern zu ergründen und mit ihr zu spielen. Verdichtete Sprache findet sich auch im Buch.
Die Kapitel verbindet sie geschickt durch ein gemeinsames Stichwort, bei gleichzeitigem Szenenwechsel. Auf diese Weise wird der Leser - wie im Film - elegant durch den Plot geführt. Etwa, wenn der Kommissar auf der Polizeiwache zunächst davon spricht, mit dem Rauchen aufzuhören und sich in der nächsten Szene mit Glimmstengel auf dem Sofa wiederfindet.
Christine Kappe ist ein gut lesbarer Roman mit Lokalkolorit gelungen, der gleichzeitig eine Persiflage auf den Krimi darstellt. Denn obwohl Kommissar Athlon aus Hannover antriebsschwach ist, löst er en passant andere offene Fälle und wird unerwartet befördert. 
(Agnes Bührig auf NDR Kultur) 

 

„[...]Gekonnt griff [Corinna Eikmeier] in ihren Improvisationen die Stimmungen auf, gab sie an anderer Stelle sogar vor oder ergänzte die Handlung durch eigenständige Fragmente. An den richtigen Passagen im Hintergrund deckte ihr Spiel pointiert und sehr überraschend Einzelheiten des Textes auf, die zwischen den Zeilen stehen.“ (Alexander Kaberich)

Christine Kappe  li

Corinna Eikmeier re


Sonntag 8.Dezember 2019 um 11:00 Uhr

"Oft läuten die Glocken den Glöckner!"

weihnachtliche, besinnliche, satirische, literarische und musikalische Geschenke zum Fest der Liebe.

Wir öffnen für Sie einen bunten Adventskalender.

mit Harrie Müller-Rothgenger, Willi Schlüter, und anderen