JEDEN 2. SONNTAG im Monat um 16.00 Uhr im THEATERFOYER …

 … präsentieren sich Musiker, Schauspieler, Poeten und Geschichtenerzähler...

  ...mit Texten, Gedichten, Liedern und Musik. 

     Eintritt: 12,00 €, Ermäßigung: 9,00 € Studenten,Schüler,Schwerbehinderte

    1,- € Ermäßigung für Inhaber einer ABO-PLUS Karte der HAZ/NP

     Inhaber des HannoverAktivPass haben freien Eintritt.

      Die Theater-Bar ist ab 15.00 Uhr geöffnet.

     Wir bieten zu den Lesungen neben  unserem normalen 

     Getränkeangebot auch Kaffee,Tee und Kuchen an. 


 So 13. September 16 Uhr    Literatur und Musik deutsch-arabisch  أدب و موسيقى  

Khalil Gibran:  „Und der Eichbaum und die Zypresse wachsen nicht einer im Schatten des anderen."                                                                                                                                           

Khalil Gibran wurde 1883 im Osmanischen Reich, im heutigen Libanon, geboren. Er schreibt als christlicher Maronit kritisch über die imperiale Macht des Osmanischen Reiches sowie die Staats- und Kirchenvertreter. Daher wurde sein Buch öffentlich verbrannt und Gibran aus der Kirche ausgeschlossen. Es ist die Geschichte des Propheten Almustafa, der auf seiner langen Reise über’s Meer in dem Ort Orphalese stoppt und dort u. a. mit der Seherin Almitra in’s Gespräch kommt. Einige Kapitel seines  ergreifenden Textes „Der Prophet“, farbig, weise und philosophisch-klug,  werden auf Arabisch und auf Deutsch gelesen, unterlegt, kommentiert und bestärkt durch arabische Musik.    

Louai Wadou Lesung (arabisch)                 Ammar Zei Oud  (arab.Laute)             Harrie Müller-Rothgenger Lesung (deutsch)


 So., 11. Oktober 2020, 16 Uhr

„Wie der Geiger Tobias die Glasharfe erfand…“

Geige : Dainis Medjaniks;    Glasharfe: Susanne Würmell;    Lesung: Hans Zimmer (Autor und Lesung)

Dem jungen Geiger Tobias will sein Geigenspiel im Park nicht mehr gelingen. Täglich fallen weniger Münzen in seinen geöffneten Kasten. So bringt er denn sein Instrument zum Pfandleiher. In einem Wiener Beisel aber, wo er für das eingelöste Geld essen, trinken und vergessen will, erfindet er die Glasharfe wie im Traum.  Und auch zum Geigenspiel und zur Liebe zu einem Mädchen mit blauen Augen wird er in dieser musikalischen Bühnenerzählung wiederfinden .

Fast jeder hat es irgendwann schon einmal versucht und vielleicht auch geschafft, ein Glas durch Reiben am Rand in Schwingung zu versetzen und damit zum Klingen zu bringen. Umso mehr beeindruckt angesichts dieser Versuche die Leichtigkeit, mit der Susanne Würmell‘s tanzende Finger sphärisch und fast ein wenig zerbrechlich wirkend zauberhafte Töne und Musik ihrer Glasharfe entlockt.

Susanne Würmell

Geboren und aufgewachsen in der Metropole Frankfurt am Main, galt ihr Interesse von früh auf der Musik und dem Theater. Zeitgleich mit dem Studium der Rhythmik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover entdeckte Susanne Würmell die Glasharfe für sich – mit ihrem sowohl zarten, wie auch raumfüllenden Klang handgearbeiteter Kristallgläser. Sie ist unterwegs auf zahlreichen Gastspielen im In- und Ausland.                            Foto: Uli Schuster     Zu den bisherigen Höhepunkten ihrer Karriere, zählt ein Gastspiel in der Berliner Philharmonie.

 

 Fast jeder hat es irgendwann schon einmal versucht und vielleicht auch geschafft, ein Glas durch Reiben am Rand in Schwingung zu versetzen und damit zum Klingen zu bringen. Umso mehr beeindruckt angesichts dieser Versuche die Leichtigkeit, mit der Susanne Würmell‘s tanzende Finger sphärisch und fast ein wenig zerbrechlich wirkend zauberhafte Töne und Musik ihrer Glasharfe entlockt.

Dainis Medjaniks

Dainis Medjaniks wurde in Lettland geboren, stammt aus einer Musikerfamilie und hat an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover in  der Violinklasse von Prof. Krzystof Wegrzyn studiert.  Schon in seinen frühen Jahren war der junge Violinist bei internationalen Wettbewerben erfolgreich. Er gewann beispielsweise Preise beim 6. internationalen August Dombrovski Wettbewerb, beim Wettbewerb für  junge Musiker in Tallinn und beim Wettbewerb  für Streicherkammermusik in Riga.                                                                                                        Foto Sabina Przybyla   Und nicht zuletzt den Paganini-Wettbewerb 2015 an der HTMH in Hannover.

Hans Zimmer

Der Autor und Regisseur dieser musikalischen  Bühnenerzählung von Glasharfe und Geige  arbeitete lange Jahre als Lehrer, Theaterpädagoge, Schauspieler, Regisseur. Als Autor schrieb er zahlreiche Hörspiele sowie Stücke für das Theater. Zuletzt auch für das Theater in der List mit „Almas Momente“ und mit dem Schauspiel „Madeleine will nicht“, das voraussichtlich im Oktober 2020  dort zur Aufführung kommt.     

 Foto Bert Strebe              

Durch die Begegnung und die Zusammenarbeit mit Susanne Würmell wurde Hans Zimmer  zu der märchenhaften Erzählung „Wie der Geiger Tobias die Glasharfe erfand“ angeregt - schon von Anfang an mit dem Ziel, zusammen mit ihr und dem Geiger Dainis Medjaniks eine Bühnenfassung zu erarbeiten.  Die liegt nun vor.


Sonntag  8.November 2020,  16 Uhr   Literatur und Musik, deutsch-persisch

 Behalte den Flug im Gedächtnis / Der Vogel ist sterblich”  Gedichte von Forugh Farrochsãd, Iran   Cewil Sedaye-Vatan (Iran, Hannover): Lesung, persisch. Klavier.    Harrie Müller-Rothgenger: Lesung, deutsch

mit freundlicher Unterstützung von:

Die persische Dichterin Forugh Farrochsãd, geb. 1934 in Teheran, spielte eine bedeutende Rolle in der modernen persischen Lyrik in der Zeit des Schahs Resa Pahlavi. Zum ersten Mal schrieb eine Frau in offener, unverhüllter Sprache, gegen traditionelle Geschlechterrollen, gegen die öffentliche Moral. In ihrem kurzen Leben von 32 Jahren hinterlässt sie als preisgekrönte Filmemacherin und lyrische Rebellin eine unverblümte und ehrliche Poesie kritischen aufklärerischen Geistes.

Forugh Farrochsads Lyrik wird auf Persisch und Deutsch vorgetragen und durch das Klavier begleitet, hervorgehoben und bunter.

Cewil Sedaye-Vatan                                                            Harrie Müller-Rothgenger


So 13. Dezember 2020, 11 Uhr     Literatur und Musik, deutsch-russisch

Alexander Puschkin: „Ein Augenblick ist mein gewesen“                                                                                       / ... немецкий - русский:литература и музыка ( = ЛитМуз) «Александр Пушкин» 

 

Maria Lagutina (am Flügel),  Мариа Лагутина (фортепиано),                                                                                                      Vladimir Kasatschuck (Gesang  + Lesung russisch), Владимир Казачук (вокал, чтение на русском) ,                                          Gleb Lagutin (Geige, Lesung russisch)  Глеб Лагутин (скрипка),                                                                                                 

Harrie Müller-Rothgenger (Lesung deutsch) Харри Мюллер-Ротгенгер (чтение на немецком).

 

mit freundlicher Unterstützung von:

1799 in Moskau geboren, besuchte Alexander Sergejewitsch Puschkin das kaiserliche Lyzeum „Zarskoje Selo“, anschließend wurde er „Kollegiensekretär“ im zaristischen Außenministerium in Petersburg. 1818 entstand Puschkins erstes großes Poem  „Ruslan und Ludmilla“. Er sympathisierte zeitweise mit der antizaristischen „Dekabristen“-Bewegung, wo er viele enge Freunde hatte.

1824 wurde Puschkins Entlassungsgesuch aus dem Staatsdienst angenommen und er wurde verbannt. Die erste Ausgabe seiner gesammelten Gedichte folgte. Puschkin durfte später wieder in Moskau und Petersburg leben, unterlag aber nun der persönlichen Zensur des  Zaren Nikolaus I. Viele Gedichte und Erzählungen entstanden.

1831 heirate er Natalja Gontscharowa. Sie bekamen vier Kinder. 1831 zieht die Familie nach Petersburg, wo er trotz der Zensur weiterhin veröffentlichen durfte. Alexander Puschkin  wurde 1837 im Alter von 37 Jahren bei einem Duell  getötet. In Verehrung verweben sich die Werke russisher MusikerInnen und die deutsch-russische Lesung zu einer Hommage für den großen Dichter Russlands.

 Александр Сергеевич Пушкин родился в 1799 году в Москве и посещал Царскосельский лицей под Петербургом, после чего его определили работать в Коллегии иностранных дел с чином коллежского секретаря в министерстве иностранных дел в Петербурге. Несмотря на это он временно симпатизировал декабристам, среди которых были много его друзей.

В 1818г. Пушкин закончил свою первую поэму „Руслан и Людмила“.

В 1824г. удовлетворяют просьбу Пушкина об отставке с государственной службы. Высочайшим повелением Пушкин переводится на жительство в Псковскую губернию.

В этот период выходит первое собрание стихотворений. Позже Пушкин сможет снова жить в Москве и Петербурге, но остаётся под присмотром Царя Николая I .

1831 состоялась свадьба с Наталией Гончаровой. Она рождает четырёх детей и в 1831 году семья переезжает жить в Петербург, где Пушкин подорожал писать несмотря на цензуру.

А. С. Пушкин погибает в 1837 году на дуэли в возрасте 37 лет.

 

В этот вечер в память А. С. Пушкинa прозвучат музыка и стихи великого поэта на русском и немецком языках.

Maria Lagutina                                                              Vladimir Kasatschuck                Gleb Lagutin                   Harrie Müller-Rothgenger